Das Problem Schulden- u. Wirtschaftskrise (detailliert)

Seit geraumer Zeit wird in den Medien über die Schulden- und Wirtschaftskrise diskutiert. Leider gab es bisher noch keine Diskussion darüber, die die eigentlichen Ursachen aufzeigt und Lösungen bietet. Demokratie-Direkt möchte dies hier einmal nachholen.
   

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 Was ist mit der Schuldenkrise ?

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Diese gibt es nicht! Jeder Schuld steht eine Forderung gegenüber. 
 Was ist mit den Staatsschulden ? Sind unser aller Schulden!
 Wer hat Schulden ? Viele
 Wer hat Forderungen (Vermögen) ? Wenige
 Haben wir eine Verteilungskrise ? Ja

"ES IST NOCH NIE GELD VON DER WELT GEFALLEN !"


Alle sprechen über die Verschuldung der Staaten, tun aber so, als ob uns (Bürger) dies nichts angehen würde. Wir vergessen zu leicht, dass wir Bürger "der Staat" sind, und logischerweise die Staatsschulden jedem einzelnen Bürger bzw. Leistungsträger zuzurechnen sind.

Jeder Schuld steht immer eine Forderung gegenüber. Diese Forderungen werden aber bei der Schuldendiskussion ständig außer Acht gelassen, und darin liegt die Lösung dieser Krise! Denn verteilt man die Staatsschulden auf die einzelnen Bürger, und zieht man dann diese anteiligen Staatsschulden, sowie die eigenen (privaten) Schulden vom Vermögen des einzelnen Bürgers ab, so zeigt sich, dass die Schulden auf sehr viele Bürger verteilt sind, das Vermögen jedoch auf sehr Wenige!
Dies ist kein österreichisches Spezifikum, sondern ist weltweit so und verschärft sich ständig, denn das Vermögen der "Superreichen" steigt überdurchschnittlich stark im Verhältnis zum Wachstum!

Aufgabe der Politik wäre es, solchen Fehlentwicklungen entgegen zu steuern!

Wird jedoch diese Politik weiter so betrieben, werden wenige Personen über den Großteil des Vermögens verfügen. Eine solche Entwicklung widerum wird zur Unzufriedenheit in der Bevölkerung führen und über kurz oder lang Unruhen verursachen! Dies kann auch wieder nicht im Sinne der "Superreichen" sein.


Die derzeitige Vermögensaufteilung in Österreich

 Das gesamte Privatvermögen der Österreicher beträgt 1,300,000,000,000 EUR
 Davon Liegenschaftsvermögen - ca. 65% 845,000,000,000 EUR
 Geldvermögen 455,000,000,000 EUR


Das gesamte Vermögen verteilt sich wie folgt:

 Die 10 reichsten Österreicher 5.00% 64,000,000,000 EUR
 Die 100 reichsten Österreicher 8.00% 110,000,000,000 EUR
 10% der Bevölkerung 68.30% 887,900,000,000 EUR
 90% der Bevölkerung 31.70% 412,100,000,000 EUR


Das Immobilienvermögen verteilt sich wie folgt:

 1% der Bevölkerung
22.00% 185,900,000,000 EUR
 9% der Bevölkerung 39.00% 329,550,000,000 EUR
 10% der Bevölkerung 14.00% 118,300,000,000 EUR
 40% der Bevölkerung 25.00% 211,250,000,000 EUR
 40% der Bevölkerung 0.00% 0 EUR


Das Geldvermögen verteilt sich wie folgt:

 10% der Bevölkerung
54.00% 245,700,000,000 EUR
 90% der Bevölkerung
46.00% 209,300,000,000 EUR

 

 Erwerbseinkommen 197,000,000,000 EUR
 Vermögenseinkommen 60,000,000,000 EUR


Das Finanzvermögen steigt jährlich um 8 - 9%

Unsere Staatsschulden im Überblick

Die Staatsschulden Österreichs betragen mittlerweile rund 75% des BIP !

 

Was sind die Ursachen für eine solche Fehlentwicklung?

Die Ursache dafür ist, dass in Österreich das Arbeitseinkommen immer zu hoch und das Einkommen aus Vermögen immer zu gering oder gar nicht besteuert wurde! Dazu zwei anschauliche Grafiken:

Die Abgabenstruktur in Österreich im Jahr 2009 Steuern auf Vermögen (EU-19) im Jahr 2009 in % des BIP
abgabenstruktur2009 Steuern auf Vermögen 2009
Wie aus dieser Grafik deutlich ersichtlich, leisten die Arbeitnehmer den größten Anteil am Steueraufkommen Österreich liegt bei vermögensbezogenen Steuern im internationalen Vergleich an nahezu letzter Stelle! Der OECD-Durchschnitt ist 3 Mal so hoch!


Daher sollten Arbeitseinkommen geringer belastet und dafür alle Einkommen gleich hoch besteuert werden.

Um den Fehlentwicklungen der Vergangenheit in der Zukunft entgegenzuwirken, sollten alle Einnahmenausfälle durch die Senkung der Einkommensbesteuerung duch eine Finanztransaktionssteuer oder vermögensbezogene Steuern ausgeglichen werden.
Die Vermögensballung bei wenigen Vermögenden sollten durch Sonderabgaben ausgeglichen werden, die zur Konjunkturbelebung und Schaffung von Arbeitsplätzen verwendet werden.

Würde dieses Modell auch in Griechenland umgesetzt, und die Wohlhabenden belastet, würde die Bevölkerung dies als gerecht empfinden, und es wäre auch Geld für die Konjunkturbelebung und Schaffung von Arbeitsplätzen vorhanden, welches von der EU auch noch zusätzlich aufgestockt werden könnte. Wenn nicht nur die breite Masse belastet werden würde, hätte die Bevölkerung auch Verständnis für die Maßnahmen, sowie auch eine Zukunftsperspektive, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Gerade hier wäre die EU gefragt, die griechische Regierung bei der Besteuerung der Wohlhabenden zu unterstützen, die ihr Geld ins Ausland transferiert haben!

Die Argumentation, dass durch die Besteuerung des Vermögens das Geld abwandern könnte, ist unbegründet (zu Tode gefürchtet ist auch gestorben), denn durch die Entlastung des Einkommens würde der Standort Österreich aufgewertet werden. Der Konsum würde steigen, da die unteren und mittleren Einkommensschichten ihr Geld zum Großteil für Konsum ausgeben und nicht sparen.


Es bleibt keine andere Alternative, denn der derzeitige Weg ist ein Weg in eine Sackgasse, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Ende erreicht ist, und das System scheitert. Durch die vorgeschlagenen Änderungen würden alle profitieren und einer freundlicheren Zukunft entgegenblicken.

                  "Die Gier ist die größte Geisel des Menschen!
                   Wenn die Menschen der Gier nicht widerstehen können,
                   dann müssen Regeln sie vor der Gier bewahren!"